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Informationen zum Gymnasium
Informationen für Realschüler an der DSM


Einführende Hinweise

Als einzige deutsche Schule in Mailand steht die DSM allen deutschen Eltern und ihren Kindern als Bildungseinrichtung zur Verfügung. Sie führt als Gymnasium in einem dreizehnjährigen Bildungsgang die meisten ihrer Schüler zur Abiturprüfung oder Schüler deutscher Nationalität zum Realschulabschluss.

Bei Schuleintritt sind Seiteneinsteiger, demzufolge auch deutsche Realschüler, bis einschließlich der Jahrgangsstufe 9 verpflichtet, in der Regel in zwei Jahren Italienisch im „Italienisch als Fremdsprache (IaF)"-Unterricht zu erlernen, sodass sie ab dem dritten Jahr am regulären Italienischunterricht und dem Fachunterricht teilnehmen können, der in italienischer Sprache erteilt wird.

Das bilaterale Abkommen, das die Stellung der Deutschen Schulen in Italien begründet (Memorandum), sieht vor, dass der Übergang in eine der 9. Jahrgangsstufe der DSM entsprechende Jahrgangsstufe des italienischen Schulsystems ohne „Esame di Stato" (am Ende der 8. Jahrgangsstufe) möglich ist; deutsche Schüler, die die DSM verlassen haben, um im italienischen Schulsystem ihre Karriere fortzuführen, konnten, sofern die Sprachkenntnisse im Italienischen ausreichend waren, unserer Kenntnis nach diese Umstellung meist gut bewältigen.

Deutsche Schüler haben das Recht, an der Schule entsprechend der Einstufung in eine Schulform, die von der abgebenden Schule in Deutschland vorgenommen worden ist, eingeschrieben zu werden. Sollten die Leistungsanforderungen der jeweiligen Schulform im Verlauf der Schulkarriere an der DSM von Schülern deutscher Nationalität nicht erfüllt oder übertroffen werden, können diese Schüler nach Beratungen mit den Eltern von der Klassenkonferenz umgestuft werden.

Die Deutsche Schule Mailand (DSM) ist eine vollintegrierte Begegnungsschule für deutsche und italienische Schüler. Diese Sonderstellung bedingt, dass die unterschiedlichen Strukturmerkmale und Zielsetzungen des deutschen und italienischen Schulsystems beachtet werden müssen, um den Schülern einen vorteilhaften Verlauf ihrer Schulkarriere zu ermöglichen.

Während im deutschen Schulsystem Einschnitte in der Schulkarriere eines Kindes nach der Jahrgangsstufe 4, dem Übergang in die Sekundarstufe I/Mittelstufe, und beim Übergang in die Sekundarstufe II/Oberstufe stattfinden, besuchen die italienischen Schüler nach der 5. Jahrgangsstufe den dreijährigen Bildungsgang des „Primo Ciclo di Istruzione" (= „Secondaria inferiore"), der in deutscher Begrifflichkeit dem Bildungsgang an einer undifferenzierten Gesamtschule entspräche. Nach der 8. Jahrgangsstufe wählen sie, abhängig von ihren Begabungen und Leistungen, entweder einen fünfjährigen, auf das Studium vorbereitenden Bildungsgang mit Schwerpunktsetzungen im Verlauf des „Secondo Ciclo di Istruzione" (= Secondaria di II grado) oder einen vierjährigen, auf die Berufstätigkeit vorbereitenden Bildungsweg (Istruzione professionale).

Die vorliegenden Informationen stellen die Regelungen vor, die von den zuständigen deutschen Behörden erlassen und von der Schule für Realschüler beschlossen worden sind, erläutern sie und wollen diesen Schülern und ihren Eltern Hinweise geben, wie seitens der Schule dieser Teil ihres Bildungs- und Beratungsauftrags erfüllt wird.

Zu Beginn der Jahrgangsstufe 10 ab dem Schuljahr 09/10 werden deshalb die Realschüler und deren Eltern vom Schulleiter beziehungsweise vom Mittelstufenkoordinator über die jeweils geltenden Regelungen informiert, die zum Realschulabschluss (Mittlerer Bildungsabschluss) führen. Eine Aktennotiz über diese Gespräche wird in der Schülerakte abgelegt.
Die vorliegenden Informationen werden Realschülern und deren Eltern bei der Einschreibung in die Schule beziehungsweise bei Umstufungen zum Realschüler ausgehändigt. Eine Empfangsbestätigung wird zur Schülerakte genommen.



A. Regelungen

Eine eventuelle Umstufung zum Realschüler an der Deutschen Schule Mailand nimmt die Klassenkonferenz vor. Ob ein deutscher Schüler als Realschüler geführt wird, entscheidet die zuständige Konferenz in der Regel nach der Jahrgangsstufe 6; in Ausnahmefällen, insbesondere bei Seiteneinsteigern, die in die Grundschule aufgenommen worden sind, kann über die Einstufung bereits vor Eintritt in die 5. Jahrgangsstufe beraten und entschieden werden.

Die Entscheidung über einen Übergang in die gymnasiale Oberstufe trifft, sofern der Schüler den Realschulabschluss (Mittlerer Bildungsabschluss) an der DSM erwirbt, die Klassenkonferenz aufgrund der Richtlinien (Quelle 1) des BLASchA (Bund-Länder-Ausschuss für schulische Arbeit im Ausland), dem für Deutsche Auslandsschulen zuständigen Ausschuss der KMK (Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland).

Die Aufnahme von Schülern mit einem Realschulabschluss (Jahrgangsstufe 10), den sie an anderen Deutschen Auslandsschulen erworben haben, in die 11. Jahrgangsstufe der gymnasialen Oberstufe einer Deutschen Auslandsschule mit dreizehnjährigem Bildungsgang erfolgt nach denselben Richtlinien.

Der Übergang ist von den Bedingungen abhängig, dass der Schüler im Zeugnis des Realschulabschlusses einen Notendurchschnitt

1. von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Mathematik, der ab der Jahrgangsstufe 5 unterrichteten Pflichtfremdsprache (in der Regel Englisch) und in keinem dieser Fächer mangelhafte oder ungenügende Leistungen erbracht sowie

2. von mindesten 3,0 in den übrigen Fächern erreicht hat.
Zur Erfüllung der unter 2. genannten Bedingung wird in der Regel die Naturwissenschaft herangezogen, die im Abschlusszeugnis mit der besten Note bewertet wurde.


B. Realschüler an der DSM

In der Regel sind alle nichtdeutschen Schüler, die die Mittelstufe der DSM besuchen, Gymnasialschüler, die entsprechende Leistungserwartungen erfüllen müssen. Die Realschüler sind in die Gymnasialklassen integriert und werden in allen Fächern binnendifferenziert unterrichtet und beurteilt.

Damit die Beratung dieser Schüler und ihrer Eltern möglichst fundiert ist und um Fehleinschätzungen der Leistungsanforderungen zu verhindern, die später in der gymnasialen Oberstufe zu erfüllen sind, würdigen der Klassenlehrer und das Klassenkollegium die bisher erkennbar gewordene Leistungsfähigkeit dieser Schüler, um eine Einstufung zum Gymnasialschüler im Verlauf der 10. Jgst. vorbereiten und verantworten zu können.

Im Interesse dieser Schüler informieren sich Klassenlehrer und Klassenkollegium frühzeitig, kontinuierlich und wechselseitig über die Leistungsentwicklung der Schüler; die Klassenlehrer beraten die Eltern und verfassen entsprechende Aktennotizen sowie Protokollvermerke für die Konferenzunterlagen. Bei den Erörterungen der Klassenkonferenzen gilt der Grundsatz, dass die Feststellung der Eignung von der Leistungsfähigkeit und -bereitschaft des Schülers abhängig ist.


Von besonderer Bedeutung für Realschüler sind, das ist aufgrund der Darstellungen erkennbar geworden, die Jahrgangsstufen 8 und 10.

8. Jahrgangsstufe

Die Einstufung als Realschüler hilft nur Schülern deutscher Nationalität, weil sie einen Realschulabschluss, den sie an der DSM erwerben können, im deutschen Bildungssystem für ihre weitere Ausbildung nutzen können, das heißt denjenigen, die in Deutschland eine Berufsausbildung beginnen oder weiterführende Bildungseinrichtungen besuchen wollen.

Für deutsche und in Ausnahmefällen nichtdeutsche Schüler, die ihren Lebensmittelpunkt in Italien behalten wollen, kann der Sonderweg Realschule nach der 8. Jahrgangsstufe wegen der oben beschriebenen Ungleichartigkeit der Schulsysteme zu Schwierigkeiten führen, denn das italienische Schulsystem kennt keinen dem Realschulabschluss adäquaten Bildungsabschluss.

Deutsche Realschüler, deren Eltern in Italien ansässig bleiben wollen, sollten folglich die DSM nach der 8. Jahrgangsstufe verlassen, wenn die gymnasialen Leistungsanforderungen von den Jugendlichen nicht erfüllt werden können, weil dann der Übergang ins weiterführende italienische Schulsystem unproblematisch ist.

10. Jahrgangsstufe

Das für den künftigen Bildungsgang eines Realschülers entscheidende Schuljahr ist die Jahrgangsstufe 10, denn sie schließt die Mittelstufe (Sekundarstufe I) ab und bereitet gegebenenfalls den Übergang auf die gymnasiale Oberstufe vor.

Schüler, die die gymnasiale Oberstufe der DSM besuchen wollen, sollten vor den pädagogischen Konferenzen der 10. Jahrgangsstufe, die in der Regel Anfang November stattfinden, diesen Wunsch schriftlich der Schulleitung mitteilen, damit die Klassenkonferenz die Lern- und Leistungsentwicklung angemessen würdigen kann.

Das Kollegium der DSM ist in der Regel diesen Vorstellungen gegenüber aufgeschlossen. Die Lehrkräfte wissen aber auch, dass die Gefahr besteht, wenn diese Schüler zu nachsichtig benotet werden, dass sie sich überschätzen und deshalb die notwendigen Lernanstrengungen nicht zu erbringen versuchen; deshalb können sie in Gefahr geraten, am Ende der 10. Jahrgangsstufe den erforderlichen Notendurchschnitt nicht zu erreichen.

Realschüler, die den geforderten Notendurchschnitt nicht erbringen, der den Übergang in die gymnasiale Oberstufe ermöglicht, können auf Antrag der Eltern die Jahrgangsstufe 10 als Gymnasialschüler wiederholen.

Falls Schüler ihren schulischen Bildungsgang in Italien über die 10. Jgst. hinaus fortsetzen wollen, müssen sie eine Schule eines der beiden Bildungsgänge „Secondaria di II Grad"o oder „Istruzione professionale" finden, die sie aufnimmt. Diese Schulen haben zu diesem Zeitpunkt aber schon zwei Jahre nach italienischen Lehrplänen unterrichtet und eine ebenso lange, der Integration und Kompensation dienende Unterrichtsphase abgeschlossen und können deswegen DSM-Schüler nicht mehr ohne weiteres integrieren. Gewichtige Probleme können des Weiteren entstehen, wenn die Sprachenfolge nicht der der italienischen Schulform entspricht oder an der DSM kein Unterricht in einem für den Bildungsgang des Schultyps charakteristischen Fach erteilt wurde.

Privatschulen gehen mit den Sachverhalten zum Nutzen der Schüler unseren bisherigen Erfahrungen nach problemlösungsorientiert um, das heißt, sie nehmen Absolventen der Jahrgangsstufe 10 dann auf, wenn sie ein ausgeglichenes Leistungsbild im Abschlusszeugnis nachweisen können, das dem Profil dieser Schulen entspricht.

Die 9. und 10. Jahrgangsstufe sollten jedoch in der Regel nur noch Realschüler mit deutscher Nationalität besuchen, die nach dem Abschluss der Mittelstufe nach Deutschland zurückkehren können, um dort eine berufliche Ausbildung zu beginnen.


C. Beurteilung von Realschülern

Realschüler und Gymnasiasten der Deutschen Schule Mailand werden in den versetzungsrelevanten Fächern binnendifferenziert beurteilt. Grundlagen sind dabei dieselben Kriterien, die für die Leistungsbewertung von Gymnasialschülern gelten; sie werden jedoch den Leistungsanforderungen angepasst, die für die andere Schulform gelten.

Die Differenzierung bezieht sich auf die Bereiche Sonstige Leistungen und die schriftlichen Leistungsnachweise Klassenarbeiten und Tests, aus denen die Gesamtnote gebildet wird. Näheres dazu regeln die Fachschaften entsprechend den geltenden Richtlinien der KMK, des BLASchA und der Schulordnung der DSM.

1. Sonstige Leistungen

Die Noten für die Sonstigen Leistungen bis einschließlich der Jahrgangsstufe 10 gründen sich im Allgemeinen auf den Umfang und die Qualität der Beteiligung am Unterrichtsgeschehen; besondere Differenzierungen der Beurteilung aufgrund des Realschülerstatus finden in der Regel nicht statt.

Handelt es sich jedoch um eine individuelle Leistungskontrolle (z.B. Abfragen an der Tafel) oder Festsetzungen der Zeugnisnoten, so muss der Realschulstatus beachtet und die Note differenziert ermittelt werden.

Der Fachlehrer entscheidet, bei welchen der folgenden fachspezifischen Leistungen Gleichbehandlung oder Differenzierung gegenüber den Gymnasialschülern angebracht ist.

2. Fachspezifische Leistungen

- Quantität der mündlichen Beteiligung (stetige Beteiligung am Unterrichtsgeschehen),
- Qualität der mündlichen Beiträge (Allgemeinwissen und fachspezifisches Interesse),
- Umfang des Wortschatzes und der Kenntnis der fachspezifischen Terminologie,
- in den modernen Sprachen Kenntnisse und Fertigkeiten in Bezug auf Aussprache, Grammatik und Syntax,
- verlässliche Erledigung der Hausaufgaben,
- angemessene Vorbereitung auf Vokabeltests und sonstige Lernerfolgskontrollen.

3. Klassenarbeiten in vier übergangsrelevanten Fächern

Die Leistungsbewertung eines Realschülers verantwortet der Fachlehrer unter Berücksichtigung der beschriebenen Richtlinien.

Die Aufgabenformate der Klassenarbeiten müssen konkret formuliert und im Unterricht geübt worden sein. Umfang und Schwierigkeitsgrad orientieren sich an pädagogisch sinnvollen Anforderungen.

Für die in besonderem Maße übergangsrelevanten Fächer Deutsch, Eng-lisch, Mathematik, Biologie, Physik und Chemie gelten die nachstehenden fachbezogenen Regelungen.

Die Anzahl und Dauer der schriftlichen Leistungsnachweise in diesen Fächern wird von den Fachkonferenzen entsprechend der geltenden Richtlinien festgelegt.

Eine schematische Anhebung der Note von Realschülern um eine Stufe entspricht diesen Vorgaben nicht.

Deutsch

Realschüler und Gymnasiasten erhalten in der Regel dieselben Klassenarbeiten. Sie werden beurteilt nach den Kriterien Inhalt (50%) und sprachliche Leistung (50%); bei Letzterem machen der Fehlerindex 30% und das Ausdrucksvermögen 20% der sprachlichen Leistung aus.

Der Fachlehrer kann eine niveaudifferenzierte Arbeit konzipieren, in der von Realschülern vor allem Reproduktions- und Transferaufgaben gelöst werden sollen.

m inhaltlichen Bereich erfolgt eine Abstimmung der Bewertungsmaßstäbe mit den Realschulanforderungen durch eine entsprechend veränderte Art der Aufgabenstellung oder durch einen Bewertungseinheitenbonus.

Bei der Aufgabenstellung kann auf folgende Weise zugunsten eines Realschülers differenziert werden:

- Der Umfang des Textes wird reduziert oder
- durch lenkende Aufgabenstellungen wird dem Schüler der Zugang zum Verständnis des Textes und zum methodischen Vorgehen erleichtert oder
- es wird auf Fragestellungen verzichtet, die vorwiegend auf abstraktes und Transferleistungen abforderndes Denken zielen.

Falls eine Aufgabenstellung in diesem Sinne nicht möglich ist und das Aufgabenformat dem des Gymnasiums entspricht, können Realschüler einen Bewertungseinheitenbonus im Bereich Inhalt von 15% (siehe dazu Anlage 1) erhalten.

Die Benotung des Ausdrucksvermögens eines Realschülers liegt im Ermessen des Lehrers.

Englisch

Der Fachlehrer kann ebenso wie in Deutsch eine niveaudifferenzierte Arbeit konzipieren, in der von Realschülern vor allem Reproduktions- und Transferaufgaben gelöst werden sollen.

In der Regel erhalten jedoch Realschüler dieselbe Klassenarbeit wie Gymnasialschüler; sie besteht aus einer Kombination von Grammatikaufgaben und Textaufgaben. Mit steigender Klassenstufe nimmt das Gewicht der Textaufgaben bei den Aufgabenstellungen zu.

Eine der beiden letzten Arbeiten der Jahrgangsstufe 10 soll eine reine Textaufgabe (meist mit Textvorlage) sein. Der Text soll etwa 400 Wörter umfassen und unter den Teilaspekten Inhalt, Ausdrucksvermögen und Sprachrichtigkeit beurteilt werden, die zu je einem Drittel gewichtet werden. Die Mehrzahl der Aufgaben soll auf das Textverständnis zielen, ein oder zwei Aufgabenstellungen verbinden die Aussagen des vorgelegten Textes mit Inhalten der Unterrichtseinheit, auf die sich der schriftliche Leistungsnachweis bezieht. Eine persönliche Stellungnahme kann gefordert werden.

Handelt es sich um eine Aufgabenstellung, die ohne Binnendifferenzierung für Real- und Gymnasialschüler gleich ist, so sollen die jeweiligen Teilaufgaben durch Bewertungseinheiten in ein Verhältnis zueinander gesetzt werden; so können zum Beispiel der Grammatikteil ein Drittel und die Textaufgabe zwei Drittel der zu erbringenden Leistungen ausmachen. Bei der Benotung erhalten Realschüler, wie in Anlage 1 beschrieben, einen Bonus von ca. 15% der erreichten Bewertungseinheiten.

Die sprachliche Leistung wird bei der Bewertung, die im Ermessen des Lehrers liegt, angemessenen berücksichtigt.

Wird bei der Bewertung eines Textes auch der Fehlerindex herangezogen, so erhalten Realschüler den oben genannten Bonus.

Handelt es sich um eine reine Textaufgabe wie beim letzten schriftlichen Leistungsnachweis des Schuljahres in der Jahrgangsstufe 10, so erhalten die Realschüler sowohl den Bewertungseinheitenbonus im Bereich der inhaltlichen Bewertung als auch beim Fehlerindex. Die Beurteilung des Ausdrucksvermögens liegt im Ermessen des Lehrers.

Als Beispiel diene die Ermittlung der Teil- und Gesamtleistungen für eine Klassenarbeit:

In dieser Arbeit sind insgesamt 45 Bewertungseinheiten erreichbar. Die Anzahl der Bewertungseinheiten pro Aufgabe richtet sich nach der Bedeutung, die der Fachlehrer der einzelnen Teilaufgabe zumisst. Sollen Teil 1 (Grammatik) ein Drittel und Teil 2 (Umgang mit einem Text) zwei Drittel der Arbeitszeit oder Schwierigkeit in Anspruch nehmen beziehungsweise ausmachen, so kann der Schüler für den ersten Teil 15 und für den zweiten Teil 30 Bewertungseinheiten erhalten. Erzielte der Schüler im Aufgabenteil 1 gute Ergebnisse, so erhielte er 11 Bewertungseinheiten und für eine befriedigende Leistung im zweiten Teil 16 Bewertungseinheiten. Die Summe betrüge also 27 Bewertungseinheiten. Für 27 Bewertungseinheiten erhielte ein Gymnasiast die Gesamtnote ausreichend, ein Realschüler die Note befriedigend.

Der Anteil der sprachlichen Leistung an der Gesamtnote kann bei höheren Klassenstufen mit einer Note für das Ausdrucksvermögen und für die sprachliche Richtigkeit (Fehlerindex) ermittelt werden. Inhaltsnote und Note für die sprachliche Leistung ergeben zusammen die Gesamtnote.

Mathematik und Physik

1. Klassenarbeiten müssen auf das Realschulniveau abgestimmt werden.

- Es kann differenziert werden nach Aufgabenmenge oder
- es wird eine Transferaufgabe in eine Aufgabe mit reproduktivem Charakter umgewandelt.

2. Weitere Möglichkeiten sind:

- Der Realschüler kann vier von fünf Aufgabenstellungen auswählen oder
- eine Teilaufgabe wird als Additum gestellt.

Biologe und Chemie

Die schriftlichen Leistungsnachweise in diesen beiden Fächern haben bei den Aufgabenformaten für die 10. Jahrgangsstufe die Leistungsanforderungen zu beachten, die den Anforderungsbereichen I, II, III der Bestimmungen für die Abiturprüfung entsprechen. Die zum Anforderungsbereich III (problemlösendes Denken) zählenden Aufgabenstellungen werden für Realschüler weggelassen und dafür ein bis zwei Aufgabenstellungen aus den Anforderungsbereichen I und II (Reproduktion bzw. Transfer) hinzugefügt. Der Bewertungsmaßstab ist derselbe wie der für Gymnasialschüler.

Ist das Weglassen von Aufgaben nicht möglich, so können Realschüler einen Bewertungspunktebonus von ca. 15% (siehe dazu Anlage 1) erhalten.

Die Gesamtnote wird etwa im Verhältnis 1 : 2 aus den Ergebnissen der schriftlichen Leistungsnachweise (Tests) und den Sonstigen Leistungen gebildet.


D. Gesamteindruck

Der Gesamteindruck von der Leistungsentwicklung und -bereitschaft des Schülers ergibt sich aus den erbrachten Sonstigen Leistungen und den Ergebnissen der schriftlichen Leistungsnachweise.

Bei den schriftlichen Leistungsnachweisen kann auch die äußere Form dieser Arbeiten zur Beurteilung herangezogen werden: Ein Mängel aufweisendes Erscheinungsbild einer Arbeit kann zur Absenkung der Gesamtnote um eine Notenstufe führen.

Eine arithmetische, die erzielten Noten berücksichtigende Bewertung findet am Ende der Jahrgangsstufe 10 nicht statt. Außer den erzielten Noten können auch die Persönlichkeitsentwicklung des Schülers und die feststellbare Leistungsentwicklung die Prognosen der Klassenkonferenz über die Eignung des Schülers beeinflussen. Die Klassenkonferenz hat zu beurteilen, ob ein Schüler, der bisher als Realschüler eingestuft war, mit Erfolg seinen Bildungsgang in der gymnasialen Oberstufe fortzusetzen in der Lage sein wird.

Das Verhalten eines Realschülers im Schulalltag (Integration, Kameradschaftlichkeit, Reifegrad, Disziplin, Benehmen) wird mit der Verhaltensnote beurteilt und demzufolge nicht als ein Teilaspekt zur Festlegung fachbezogener Leistungsnoten herangezogen.
Sollten die Leistungen noch nicht ausreichen, um in die gymnasiale Oberstufe aufgenommen zu werden, kann, wie bereits ausgeführt, in Erwägung gezogen werden, die 10. Jahrgangsstufe als Gymnasialschüler zu wiederholen, um dann, ein Versetzungszeugnis ist die Bedingung, den Bildungsgang in der Oberstufe fortzusetzen.



Quellen:

1. „Zugang von Realschulabsolventen zur gymnasialen Oberstufe deutscher Auslandsschulen"; Beschluss des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland vom 25.03.1998 i.d.F. vom 26.09.2001
2. "Prüfungen am Ende der Jahrgangsstufen 9 und 10 an deutschen Auslandsschulen": Prüfungsordnung für den Abschluss der Sekundarstufe I (Hauptschulabschluss und Realschulabschluss) an deutschen Auslandsschulen; Beschluss des Bund-Länder-Ausschusses für schulische Arbeit im Ausland (243. Sitzung am 11./12.09.2007)



Anlage: 
Anzahl der Klassenarbeiten und schriftlichen Leistungsnachweise in der Mittelstufe



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